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HSG Dilltal III – TV Aßlar I 26:27 (12:15)

vor 5 Tagen
3 Min. Lesezeit

Derby-Drama in letzter Sekunde Bitterer hätte dieses Derby kaum enden können! Die HSG Dilltal III musste sich am Samstag, den 17. Oktober 2026, dem TV Aßlar in der Sporthalle Aßlar-Werdorf vor knapp 100 Zuschauern mit 26:27 (12:15) geschlagen geben. In einer hitzigen und umkämpften Partie schenkten sich beide Mannschaften nichts. Die Dilltaler Jungs kämpften sich nach einem Drei-Tore-Rückstand zurück, drehten das Spiel und schnupperten am Derbysieg, ehe drei Sekunden vor dem Abpfiff der entscheidende Treffer für die Gäste fiel.


Dabei hätte die Partie schon früh in eine andere Richtung laufen können. Die Dilltaler Jungs starteten gut und hatten die große Chance, sich bereits in der Anfangsphase mit fünf Toren abzusetzen. Doch ausgerechnet im Derby wollte der Ball einfach nicht ins Netz. Gleich viermal stand der Pfosten im Weg, dazu blieb ein Siebenmeter ungenutzt. Statt sich entscheidend abzusetzen, hielt Dilltal den TV Aßlar damit im Spiel. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams mit technischen Fehlern zu kämpfen hatten. Beim Stand von 5:3 sah es zunächst gut für die Gastgeber aus, doch Aßlar blieb dran und glich zum 6:6 aus.


Im weiteren Verlauf konnte Aßlar die Fehler der Dilltaler besser ausnutzen. Während die Gastgeber im Angriff nicht immer die passenden Lösungen fanden, zogen die Gäste zwischenzeitlich auf 9:13 davon. Doch aufgeben war für die Dilltaler Jungs keine Option. Mit Treffern von Patrick Berkes und Tino Gros kämpften sie sich wieder heran. Den Rückstand bis zur Pause konnten sie allerdings nicht mehr ganz verhindern. Mit 12:15 ging es in die Kabinen.


Nach dem Seitenwechsel war schnell zu spüren: Dieses Derby war noch lange nicht entschieden! Die Dilltaler Jungs warfen alles in die Waagschale, kämpften um jeden Ball und arbeiteten sich Tor um Tor heran. Felix Bleker und Marco Jenkel brachten die Dritte wieder in Schlagdistanz, ehe in der 42. Minute endlich der umjubelte Ausgleich zum 19:19 fiel. Plötzlich war wieder alles drin und die Halle durfte sich auf eine packende Schlussphase einstellen.


In dieser Phase übernahm vor allem Florian Adams Verantwortung. Mit sieben Treffern war er der erfolgreichste Torschütze der Dilltaler und setzte immer wieder wichtige Akzente. Auch Marco Jenkel und Felix Bleker, die jeweils fünf Treffer erzielten, hielten die HSG im Spiel. Der Lohn für die Aufholjagd, Dilltal drehte die Partie und setzte sich zwischenzeitlich mit 23:20 ab. Der Derbysieg war plötzlich zum Greifen nah. Die Hoffnung war groß, die Stimmung entsprechend aufgeheizt. Jetzt galt es, den Vorsprung über die Ziellinie zu bringen.


Doch Aßlar dachte gar nicht daran, das Spiel kampflos herzugeben. Die Gäste kämpften sich zurück, nutzten Dilltaler Fehler und machten aus dem vermeintlich komfortablen Vorsprung wieder ein enges Duell. In den letzten Minuten wurde aus dem Derby endgültig ein Krimi. Jeder Treffer zählte, jeder Fehler konnte entscheidend sein. Auf den Ausgleich folgte die nächste Führung, auf die nächste Führung der erneute Ausgleich. Als Yannik Lenzen 22 Sekunden vor dem Ende zum 26:26 traf, schien alles auf eine dramatische letzte Aktion hinauszulaufen.

Und die sollte es auch geben, allerdings mit dem bittersten möglichen Ausgang für die Dilltaler Jungs. Drei Sekunden vor dem Abpfiff gelang Aßlar tatsächlich noch der entscheidende Treffer zum 26:27. Keine Zeit mehr für eine Antwort, keine Möglichkeit mehr, das Blatt erneut zu wenden. Statt den Derbysieg feiern zu können, blieb der HSG nur die bittere Erkenntnis, dass eine starke Aufholjagd am Ende nicht belohnt wurde.


Dass es überhaupt so eng wurde, lag auch an den vergebenen Chancen. Die Männer der Dritten ließen zahlreiche gute Möglichkeiten liegen und konnte keinen seiner drei Siebenmeter verwandeln. Aßlar zeigte sich vom Strafwurfpunkt deutlich abgeklärter und traf bei allen vier Versuchen. In einem Derby, in dem Einsatz, Kampf und Leidenschaft auf beiden Seiten stimmten, waren diese Kleinigkeiten am Ende spielentscheidend.

So bleibt für die Dritte eine Niederlage, die besonders wehtut, weil der Sieg zwischenzeitlich zum Greifen nah war. Gleichzeitig hat die Mannschaft eindrucksvoll bewiesen, dass sie sich auch nach Rückschlägen nicht hängen lässt und einen Drei-Tore-Rückstand aufholen kann. Jetzt gilt es, den Frust abzuschütteln, die Fehler aufzuarbeiten und im Training an der Chancenverwertung zu arbeiten. Denn eines hat dieses Derby gezeigt: Die Dilltaler Jungs können mithalten. Damit sie sich beim nächsten Mal auch belohnen, müssen sie ihre Chancen konsequenter nutzen und in den entscheidenden Sekunden das Glück auf ihrer Seite haben.

Für die HSG Dilltal III spielten: Daniel Mesler (Tor), Timo Jung (Tor), Florian Adams (7), Marco Jenkel (5), Felix Bleker (5), Felix Reinhardt (2), Tino Gros (1), Sven Döring (1), Patrick Berkes (1), Dennis Ernst (1), Alexander Born (1), Yannik Lenzen (1), Benjamin Sahm (1), Malte Schnier, Joshua Abel, Tim Oliver Clös (Trainer), Marc Aichholzer (Betreuer)

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