TV Aßlar I – HSG Dilltal III 24:27 (14:10)
- 23. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Dilltaler Jungs drehen Derby in Aßlar und erobern die Tabellenspitze

Am Samstag, dem 21. Februar, stand in der 2. Bezirksklasse das mit Spannung erwartete Entscheidungsspiel und Nachbarschaftsderby zwischen dem TV Aßlar I und der HSG Dilltal III auf dem Programm. In der gut gefüllten Halle am Laguna-Bad in Aßlar erlebten die Zuschauer ein intensives und emotionales Duell zweier Mannschaften, die an diesem Abend unbedingt als Sieger vom Feld gehen wollten.
Bereits vor Anpfiff war die Entschlossenheit bei den Dilltaler Jungs deutlich zu spüren. Spielertrainer Tim Clös konnte auf eine volle Bank zurückgreifen, die Motivation war groß, jeder wollte an diesem Tag seinen Beitrag leisten. Doch der Start in die Partie verlief alles andere als nach Plan. Aßlar erwischte den deutlich besseren Beginn und setzte mit einer robusten, kompakten Abwehr früh ein Zeichen. Dilltal tat sich schwer, Lösungen gegen das verdichtete Zentrum zu finden. Auch zahlreiche Wechsel brachten zunächst nicht den gewünschten Effekt.
Die Gastgeber nutzten ihre Phase konsequent und erspielten sich einen Drei-Tore-Vorsprung, den Dilltal trotz aller Bemühungen nicht entscheidend verkürzen konnte. Zu viele technische Fehler und liegen gelassene Chancen verhinderten eine frühere Wende. So ging es mit einem 14:10-Rückstand in die Kabine.
In der Halbzeit ließ Clös seine Mannschaft zunächst durchatmen, bevor er die entscheidenden Worte fand. Vier Tore seien kein uneinholbarer Rückstand jetzt gelte es, Tor für Tor aufzuholen. Das Spiel sollte breiter angelegt, die Außen besser eingebunden und die verdichtete Mitte der Gastgeber clever bespielt werden. Mit neuer Energie und einer klaren Zielsetzung kehrten die Dilltaler Jungs auf das Feld zurück.
Und die Reaktion folgte prompt: Niko Simon eröffnete die zweite Halbzeit mit einem Treffer von Linksaußen, kurz darauf verkürzte Felix Reinhardt vom Kreis auf zwei Tore. Dilltal war nun deutlich präsenter, aggressiver und zielstrebiger. Patrick Berkes übernahm zunehmend Verantwortung und brachte seine Mannschaft mit wichtigen Treffern heran.
Der Wendepunkt kam in der 42. Minute: In Unterzahl verteidigten die Dilltaler zwei Angriffe erfolgreich und erzielten im Gegenzug selbst zwei Tore - ein emotionaler Moment, der das Spiel endgültig kippen ließ. Mit Treffern von Phillip Klein, Patrick Berkes und Sven Döring ging Dilltal in der 47. Minute erstmals mit 20:21 in Führung.
Auch eine Auszeit der Gastgeber konnte den Lauf nicht stoppen. Zwar gelang Aßlar in der 54. Minute noch einmal der Ausgleich zum 22:22, doch Yannik Lenzen und erneut Berkes sorgten mit wichtigen Toren dafür, dass Dilltal die Kontrolle behielt. Spätestens als Dani Mesler in der 57. Minute einen Siebenmeter stark parierte, war die Halle auf dem Siedepunkt und der Sieg greifbar nah.
In der 58. Minute nahm Clös eine letzte Auszeit, um seinem Team noch einmal Ruhe zu geben. Aßlar versuchte mit einer offensiven Deckung alles, doch die Dilltaler Jungs blieben cool, spielten ihre Angriffe clever aus und brachten den Vorsprung souverän über die Zeit.
Am Ende stand ein verdienter 24:27-Auswärtssieg und damit die beeindruckende Wende von einem Vier-Tore-Rückstand zur Halbzeit zu einem Drei-Tore-Erfolg. Mit diesem Derby-Sieg setzte sich die HSG Dilltal III an die Tabellenspitze der 2. Bezirksklasse.
Spielertrainer Tim Clös zeigte sich nach dem Abpfiff stolz:„Ich bin wirklich auf jeden Einzelnen stolz. Die Jungs haben zu keiner Zeit an eine Niederlage geglaubt und das auf dem Feld eindrucksvoll gezeigt. Jeder hat jeden gefeiert – genau das war heute unser Schlüssel.“
Die Dilltaler Jungs bedanken sich bei allen Zuschauern, die für echte Derby-Atmosphäre sorgten und mit ihrer Unterstützung von den Rängen entscheidenden Rückenwind gaben.
Für die HSG-Dilltal spielten: Timo Jung (Tor), Daniel Mesler (Tor), Patrick Berkes (11/3), Felix Reinhardt (4), Phillip Klein (2), Felix Bleker (2), Marco Jenkel (2), Yannik Lenzen (2), Niko Simon (2), Sven Döring (1), Alexander Born (1), Tino Gros, Florian Adams, Dennis Ernst, Marc Knauer, Benjamin Sahm, Ulrich Roth (Betreuer), Paul Kimpel (Betreuer)



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